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Quoran

Quoran - Jürgen Roth

Hinter dem Namen „Quoran“ verberge ich mich: Jürgen Roth. Im Jahre 1985 krabbelte ich das erste Mal auf dieser Erde und wuchs seitdem im beschaulichen Wehrheim auf. Ja, diesen Ort gibt es auch außerhalb Aventuriens. Meine ersten Kontakte mit Rollenspielen hatte ich irgendwann im letzten Jahrtausend in der Schule. Ich fragte mich, was meine Klassenkameraden nur für ein merkwürdiges Hobby hatten und verstand nicht, wie sie sich für so etwas interessieren oder gar begeistern konnten. Schließlich hatte man nichts Greifbares, außer ein paar Würfeln – kein Spielfeld, keine Figuren, keine Begrenzungen. Ich stempelte sie diesbezüglich als Spinner ab und beließ es lange Zeit dabei.
Gut ein Jahr später bekam ich mit, wie mein Bruder sich mit einigen Freunden traf, um „DSA“ zu spielen. Durch ein offenes Fenster hörte ich zufällig die Unterhaltungen mit, welche nach einiger Zeit sogar halbwegs Sinn ergaben. Ich setzte mich unaufgefordert mit in den Raum und hatte wenige Stunden später meinen ersten Charakter. Am selben Abend war auch das erste Abenteuer bestritten: 250 AP war die Ausbeute – das weiß ich noch, als wenn es gestern gewesen wäre. Mein Interesse war geweckt.
Die Spielerei wuchs mit der Zeit. Neue Freundeskreise taten sich auf, neue Spiele kamen dazu. Irgendwann im Jahr 2000 oder 2001 begann das Ganze regelmäßig zu werden. Jede Woche traf man sich und spielte was. Das Sammelsurium an Charakterbögen füllte irgendwann einen ganzen Ordner mit verschiedensten Systemen wie „Das Schwarze Auge“, „Shadowrun“, „GURPS“, … und irgendwann kam ein Freund mit einem gelblichen Kasten um die Ecke. Das Cover sah vielversprechend aus – die Charakterzeichnungen im Inneren weniger. Auch der Name war anfangs unaussprechlich: „Myranor“. Wir bastelten also mal Charaktere und spielten irgendwann das Abenteuer „Die Spur des Sternenprinzen“. Es machte unglaublich viel Spaß, auch wenn jeder Spieler mehrere Charaktere verschliss, da wir die Kampfkraft unserer Helden etwas überschätzt hatten. Trotz alledem verschwand die Box für längere Zeit im Regal und andere Systeme rückten an vorderste Front. Nicht zuletzt DSA4, da die Regeln doch etwas ausgereifter waren.
Nach einiger Zeit wurden Gerüchte laut, dass „Myranor“ neu aufgelegt und auf den Regelstand von DSA4 gehoben werden solle. Diese hielten sich vehement und nach längerer Zeit des Wartens kam der Hardcover auf den Markt. Dieser entsprach leider nicht ganz den Erwartungen und nach weiterer Zeit kamen neue Gerüchte auf, dass das Projekt „Güldenland“ wohl doch eingestampft werden solle. Diesen Gedanken fand ich sehr schade. Die Idee einer recht antik angehauchten Welt, in der man alle möglichen und unmöglichen Kreaturen spielen konnte, erachtete ich als einfach zu gut, um sie einfach so „in die Tonne zu treten“.
Ich debattierte damals im Fanpro-Forum mit und äußerte auch meine Ansicht, dass man wohl aktiv etwas tun müsse, um an diesem Zustand etwas zu ändern. Da ich aber von Anderen nichts verlangen kann, was ich nicht selber bereit bin zu leisten, bastelte ich kurzerhand für die damalige RatCon mein erstes Myranor-Abenteuer. So begann das damals mit meinem Engagement für dieses Spiel. Wie sich die Situation um Myranor seitdem entwickelte ist, denke ich, bekannt. Der Verlagswechsel brachte neuen Schwung in die ganze Sache.
Auf Cons ließ ich keine Möglichkeit aus, mit den Verantwortlichen einen kleinen Plausch zu halten und sie mit meinen Fragen zu triezen. Auch am Abenteuerwettbewerb um das Meer der Schwimmenden Inseln („Tödliche Tiefen“) nahm ich teil. Mein Abenteuer schaffte es aber nicht unter die besten Drei. Nur wie kam ich jetzt zu den Myraniaren?
Schließlich macht man ja nicht sein E-Mail-Postfach auf, findet dort eine Mail von einem DSA-Autor und wird darin gefragt, ob man Interesse daran hätte, Myranor-Abenteuer auf Cons anzubieten um anderen Mitspielern den Spaß dieses Kontinents zu vermitteln … doch.
Ziemlich genau so war es. Ich hatte lediglich bei einem länger zurückliegenden Gespräch mal bekundet, dass ich so etwas machen würde, als Jörg danach gefragt hatte.

Jetzt stellt sich nur noch die Frage: Warum macht man so etwas? Mir gefällt der Gedanke, Spielern die Möglichkeit zu geben, ihre Charaktere mit Schnürsandalen durch die Savannen, Dschungel und Großstädte dieses Kontinents laufen und sie dabei teils gewöhnliche, teils skurrile und teils einzigartige Abenteuer erleben zu lassen. Ich hoffe, dass es uns (den Myraniaren) gelingt, den Flair dieses großen, freien Kontinents so rüberzubringen, dass auch Skeptiker einen Fuß ins Güldenland setzen und dort einige Zeit wohlwollend verweilen.

Was gibt es zu meiner Person noch zu sagen: Neben dem Rollenspiel (in besagtem Ordner befinden sich inzwischen Charakterbögen aus knapp 30 verschiedenen Systemen) habe ich natürlich noch andere Hobbys und Verpflichtungen. Meine restliche Freizeit verbringe ich mit Wing Chun (einer Kampfkunst), spiele Baseball, gehe ins Kino oder treffe mich mit Freunden. In der sonstigen Zeit (die übrigens den Großteil ausmacht) studiere ich Energiesystemtechnik. Ich hoffe, man sieht sich mal auf der einen oder anderen Con und spielt mal ne Runde zusammen.

Bis dahin.

Aus einem Artikel der Memoria Myrana 20; 2008

2 Antworten to “Quoran”

  1. Achaikos Sohn des Deimos vom Stamme der Acteon der Brokthar aus Rakshazar said

    Ich da mal ne frage: Wann kommt eurer meinung nach der Technomantieband raus den ich kann mir das mit der magoprothetik -> und die daraus entwickeltenden Titanen deines Hauses nicht so ganz vorstellen.

    ist das eine vermischung von artefaktherstellung+runenmagie+myranische orthopädie?

    • Jürgen "Quoran" Roth said

      Hallo Achaikos,

      leider kann bisher noch kein konkreter Termin zum erscheinen des Technomantiebandes genannt werden. Wenn dieser feststehen sollte, wird er vom Uhrwerkverlag mit Sicherheit bekannt gegeben.
      Die Magoprothetik wird vermutlich stark in die Richtung der Artefakte gehen. Genaues dazu – also wie es spieltechnisch gehandhabt werden wird – kann es erst geben, wenn der Band fertig ist.
      Flufftechnisch handelt es sich bei der Magoprothetik natürlich um ein gut gehütetes Geheimnis, an dem sich nur wahre Könner im Bereich der Anatomie, Feinmechanik und im Umgang mit arcanen Künsten versuchen sollten.
      Wenn du es als Spielleiter einbauen möchtest lass dich einfach im Bereich des Steampunks oder Cyberpunks inspirieren. Da es sich bei jedem Stück um ein maßangefertigtes Einzelstück handelt kann man es sowieso nicht pauschalisieren.
      Bei den Titanen ist das ganze noch mystischer. Wenn du etwas derartiges in deine Abenteuer einbauen möchtest sind Inspirationen aus „Hellboy 2 – Die goldene Armee“, „Vision of Escaflowne“ oder ähnlichem vielleicht nicht verkehrt. Ob es sich um Elitekrieger handelt, die mit ihren Rüstungen verschmolzen oder Kriegsroboter die sich regenerieren konnten (oder beides) liegt ganz in deinem Ermessen. Du könntest auch eine ganze Kampagne darum stricken genau das heraus zu finden. Wenn deine Helden danach suchen, werden sie bestimmt mehr als nur einen Widerspruch in den Sagen und Legenden finden (solltest du also irgendwann eine passendere Idee dazu haben kannst du Änderungen an deinem „Titanenkonzept“ damit jederzeit – auch in den Abenteuern – begründen).
      Ich hoffe ich konnte dir weiter helfen.

      Gruß,
      Quoran

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